Opa Hempel

Wechsel der Gezeiten

Wechsel der Gezeiten

admin Juli 19, 2021

Zum Teil aus gesundheitlichen Gründen, vor allem aber wegen der Ereignisse der letzten Tage, habe ich den Plan hier irgendwann eine lustige Magazin-Seite entstehen zu lassen in die Tonne gekloppt. Ein bisschen so wie Herr Laschet seine Karriere, nur dass ich nicht dabei lachen kann.

Doch bei weitem nicht nur der Kanzlerkandidat hat in den letzten Tagen gezeigt was in ihm steckt. Das vieles davon unangenehm riecht …, aber gut, ich will ja nicht dingens werden …, komisch.

Warum muss es immer erst zu einer Katastrophe kommen, bevor Dinge getan werden, die schon lange notwendig gewesen sind? Und wäre das Leid der Betroffenen nicht schon schlimm genug, müssen die sich noch anschauen, wie Spitzenpolitiker ihre sumpfige, plumpe Wahlkampfmasche gut abgeschirmt von Ihnen durchziehen, wie sie es immer zu solchen Anlässen tun und dabei vor keiner perversen Heuchelei zurückschrecken, Hauptsache eine Kamera ist dabei. Dass sie sich diesmal damit selbst ins Knie geschossen haben, hätten sie sich wohl kaum Alp-träumen lassen war aber endlich auch mal so deutlich, dass auch die Tagesschau nicht daran vorbeigucken konnte.

Natürlich möchte ich die Hilfe der Menschen, die man im Fernsehen und in Videos sehen kann nicht minderschätzen und natürlich ist es gut anzusehen, wenn man sich hilft, ohne das dafür eine Entlohnung erwartet wird, ich frage mich nur immer wieder, warum es dazu immer erst Leid braucht.

Eine größere Stadt war diesmal noch nicht betroffen und so waren es eher ländliche Gebiete, die betroffen waren, in denen, so sah es jedenfalls in den Videos immer aus, eher wenig „Ausländer“, bzw. z.B. ein Wohnheim für Migranten betroffen waren. Und wenn ich dann höre wie Menschen vor der Kamera ganz stolz erzählen: „Ja das ist Deutschland und wir Deutschen helfen uns gegenseitig!“, dann frage ich vielleicht nicht zu Unrecht, ob dies alles noch wäre, wenn es nicht nur Deutsche betrifft. Aber wie gesagt, ich will niemandem seine Hilfsbereitschaft aus reinem Mitgefühl absprechen.

Und ich will mir auch nicht vorstellen, wie es wäre, wenn der Rhein mal so derartig überläuft, dass er als Erstes die Düsseldorfer Altstadt treffen würde, oder auf der anderen Rheinseite Oberkassel, wo ja doch eher die etwas begüterteren Menschen leben, die sich sonst fürs Aufräumen Leute von „Betreut.de“ besorgen oder vom Jobcenter. Das die Düssel selbst überschwemmt wird und die Königsallee unter sich begräbt, kann ich mir weniger vorstellen, aber ich lebe ja erst seit 10 Jahren hier, wer weiß.

Ihr Lieben, die ihr tapfer lest, was dem Opa aus dem Hirn fällt, ich hoffe das neue Design, das ich im Laufe der Nacht hoffentlich finde, gefällt euch. Ich dachte, es passt einfach besser zur allgemeinen Lage.

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